Selbstversorgung - PV-Offensive

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Selbstversorgung

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Selbstversorgung
Auf dieser Seite:
- Wie bei einem abseitsgelegenen landwirtschaftlichen Betrieb vorgehen, wenn bei steigendem Strombedarf auf einmal enorme Kosten für einen Anschluss an ein Mittelspannungsnetz und ein Trafohäuschen die eigene Versorgung mit PV und Speicher günstiger kommt?
- Welche Speicherkapazität lohnt sich bei PV-Anlagen bis 20kWp. EIne Simulation.

Nulleinspeiser
Der Ausrüster des Projektes, die E3/DC GmbH, hat hierzu eine Referenz Gerkenhof.pdf ins Netz gestellt.
Ein abgelegener 800ha großer landwirtschaftlicher Betrieb ergänzt seit Jahren seinen jährlichen Bedarf von 250.000kWh mit einer PV-Anlage von 30kWp. Überschüsse von der PV-Anlage werden in das Netz eingespeist. Der Strombedarf ist nun gestiegen und die Entscheidung steht an, für 70.000 Euro den auf 80kW ausgelegten Netzanschluss auszubauen oder für eine Viertelmillion mit einem Trafo an die Mittelspannung zu gehen.
Die Entscheidung für erneuerbare Energien macht aus dem Betrieb einen Nulleinspeiser. Ein Nulleinpeiser verzichtet auf die Einspeisevergütung. Da der Betrieb für die Lücken in der Stromversorgung im Winter am öffentlichen Netz bleibt, wird am Anschluss der Stromfluss überwacht und dem Netzbetreiber doumentiert, dass selbst keine kurzfristigen Spannungsspitzen ins Netz gelangen.

Voraussetzung, um am Netz zu bleiben, ist ein ausfallsicheres Energiemanagement gemäß Niederspannungsrichtlinien, dass vom Netzbetreiber geprüft und genehmigt wird.

Das Projekt umfasst die Erweiterung der PV-Anlage auf insgesamt 170kWp und mit Batterien mit einer Kapazität von 140kWh. Scheint die Sonne nicht, bieten dei Batterien eine maximale Leistung von 36kW und eine Dauerleistung von 27kW. Damit dient die Anlage auch der Notstromversorgung. Damit wurde Photovoltaik gebaut um Kosten zu sparen, nicht um Strom zu verkaufen. Sind die Batterien voll und die Anlage liefert Überschuss, muss sie aber abgeregelt werden. Der Autarkiegrad liegt bei 80%

Unabhängigkeitsrechner der htw Berlin
Am PC lässt sich auf der Seite der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin unter Online-Tools der Unabhängigkeitsrechner bedienen. Mit drei verstellbaren Eingaben wird unmittelbar der Eigenverbrauchsanteil  und der Autarkiegrad grafisch umgesetzt.

Der Rechner macht deutlich, dass schon mit kleinen Batteriekapazitäten sich der Eigenverbrauchsanteil und der Autarkiegrad sich bei allen Werten für den Jahresstromverbrauch und die PV-Leistung prima erhöhen lassen. Aber mit zunehmender Batterikapazität lässt sich das immer weniger steigern. Ist der Batteriespeicher zu groß, wird er nachts nicht vollständig entladen und anderntags wird weniger geladen. Für Privathaushalte liefert der nächtliche Strombedarf einen Hinweis auf die maximale Speicherkapazität.
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